Schon wieder Zölle - Die EU lernt: Nur eins ist sicher bei Trump: Seine Unzuverlässigkeit

Man kann es wohl nicht anders sagen: Irrationalität und Irreführung sind leider nicht die einzigen „Markenzeichen“ des irrlichternden Präsidenten Donald Trump!

 

So hat nun auch die EU einen „freundlichen“ Brief erhalten, in dem ein Zoll von 30% auf Waren aus der EU bei Einfuhr in die USA ab 01.08.25 angekündigt wird. Weit gefehlt jedoch, wenn man eine genaue Bezeichnung der Warengruppen erwartet! Vom Weißen Haus wird bereits kolportiert, ohne Anspruch auf Wahrheitsgehalt, dass Autos und Stahl davon ausgenommen seien.

Europäisches Parlament

Der am 02.04.25 von Trump ausgerufene „Liberation Day“ ist endgültig in einer Farce geendet, da zwischenzeitlich die unterschiedlichsten Zollsätze, Ausnahmen, Daten des In-Kraft-Tretens und der Ankündigungsrücknahmen zu einem totalen Verwirrspiel mutierten, dem wohl niemand mehr folgen kann!
Das Mitglied der Europaunion und Vorsitzender des Handelsausschusses der EU, Bernd Lange, ist zu Recht empört, da damit die laufenden Verhandlungen zwischen der EU und den USA einmal mehr torpediert werden. Er plädiert dafür, die bereits früher von der EU verhängten Gegenmaßnahmen nun wie vorgesehen ab 14.07.25 in Kraft treten zu lassen.
Dieser bizarre Zollstreit legt allerdings auch offen, dass die Europäer, in Sonderheit die EU, nur begrenzte Spielräume für Sanktionen haben. 

Die über Jahrzehnte vernachlässigte Verteidigungsbereitschaft der Europäer und die in weiten Bereichen technologische Abhängigkeit von amerikanischen Technologie-Konzernen sind das Eine. 
Ebenso schwer wiegt aber die immer wieder aufblitzende Uneinigkeit der EU-Mitgliedsländer, wenn es um konkrete Maßnahmen geht. Während Deutschland beispielsweise um seine Industrieexporte fürchtet, ist für andere der Schutz ihrer Agrarinteressen von existentieller Bedeutung.

Das Nichtzustandekommen der Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP), nicht zuletzt auch durch deutsche Zögerlichkeit u.a. bei Chlor-Hühnchen, rächt sich nun! Auch, wenn es keine Garantie dafür gibt, dass Donald Trump das Abkommen kündigen würde.
So erleben wir ein Hick-Hack, dass von der Kommission (und den betroffenen Wirtschaftszweigen) starke Nerven erfordert, vor allem jedoch endlich eine strategische Ausrichtung, die auf Basis gestärkter, europäischer Gemeinsamkeit Abhängigkeiten nach West und Ost zumindest verringert!