Der ANO-Bewegung um den Rechtpopulisten Andrej Babis ist es wohl gelungen, zusammen mit Ultrarechten den Auftrag zu einer Regierungsbildung zu erhalten. Für die Unterstützung der Ukraine und den notwendigen europäischen Einigungsprozess ist dies ein herber Rückschlag!
Wahlentscheidend war ganz offensichtlich die innenpolitische Lage, die es diesen nationalistischen Extremisten ermöglichte, mit populistischen Verlockungen zu punkten.
Wieder einmal zeigt sich, dass das Schalmeien-Spiel von Rattenfängern in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, die nachhaltige Reformen erfordern, rationale und an der Realität orientierte Argumentationen übertönt.
Diese Bedrohungen gepaart mit von Trump übernommenen „Our nation first- Parolen“ können wir leider auch in Deutschland immer deutlicher spüren. Eine unheilvolle Roll-back-Manie in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts vernebelt die sachorientierte Gestaltung der Realität mit illusionären und substanzlosen Versprechungen!
Allein auf „die Politik“ zu setzen bzw. zu warten verkennt den Ernst der Lage! Die Zivilgesellschaft muss ihre konsumtive Erwartungshaltung zugunsten von Mitarbeit und Gestaltungswillen endlich aufgeben!
So kann der „schwarze Tag“ der Wahlen in Tschechien für die Menschen in diesem Lande und in Europa überwunden werden!
Deodat von Eickstedt (6.10.2025)