Die Bundestagswahl vom 23.02.2025 war hinsichtlich der Wahlbeteiligung von ca. 80% ein großer Erfolg, der den Wunsch der Menschen zur Mitgestaltung unter Beweis stellt. Das wird auch bei den Zahlen der Neueintritte in verschiedene Parteien deutlich.
Das Wahlergebnis stellt jedoch die womöglich die neue Regierung bildenden Parteien vor große Herausforderungen. Einerseits wird ein Richtungswechsel befürwortet, andererseits ist Skepsis gegenüber Veränderungen Rechnung zu tragen. Irgendwie kommt damit auch die Haltung: „Wasch` mir den Pelz, aber mach` mich nicht nass!“ zum Ausdruck.
Erschreckend ist, dass angesichts der sich rapide verändernden Weltlage eine europafeindliche Partei, deren Programmatik selbst den nationalen Interessen zuwiderläuft, ca. 20% der Stimmen auf sich ziehen konnte und mit rechtsextremistischen und verfassungsfeindlichen Vertretern erneut im Parlament lauthals Populismus verbreiten wird.
Trotzdem: Nicht vergessen, 80 % haben für Demokratie und Europa gestimmt!
Im Interesse Deutschlands und Europas ist eine zügige Regierungsbildung mit dauerhafter Handlungsfähigkeit, die zu bald spürbaren Ergebnissen führt, notwendig!
Der neuerliche Vertrauensvorschuss darf nicht durch parteipolitisches und ideologisches Taktieren verspielt werden! Es droht ein „blaues“ Wunder!"
Eine Drohkulisse, die die Zivilgesellschaft im Vorfeld der Wahl aufgerüttelt hat. Tausende sind auf die Straßen gegangen und haben gegen Rechts demonstriert. Sie haben verstanden: Die Verantwortung für unsere Demokratie und Europa geht uns alle an.
Die EUD kann, gerade weil wir überparteilich agieren, eine wichtige Rolle gegen rechts und für Europa spielen.