Wir erhoffen uns von der neuen Regierung, deren erste Reisen nahezu traditionell nach Frankreich und Polen führen, eine deutliche Stärkung des europäischen Gedankens und damit der Zusammenarbeit in der EU und Europas.
Die geopolitischen Veränderungen, ja teilweise Verwerfungen der letzten Monate, insbesondere im Hinblick auf die grundlegend neu definierte Rolle des USA gegenüber Europa, erfordern um ein Vielfaches mehr das Zusammenstehen der Europäer! Zu der realen Bedrohung aus Russland ist eine Gefährdung des westlichen Bündnisses hinzugekommen, die sehr konkret unsere Lebensgrundlagen, unser Werteverständnis und unsere Sicherheit gefährdet.
Ein weiter andauerndes Interregnum in Deutschland hätte die bisweilen schon fragile Handlungsfähigkeit der EU massiv minimiert. Europa darf nicht zum Spielball werden!
Daher freuen wir uns an dem heutigen Tag der Kanzlerwahl und werden die neue Regierung europapolitisch konstruktiv mit einer guten Prise Optimismus, aber auch, wenn nötig, kritisch begleiten.