Die EU und China: Nur geeintes Europa wird ernstgenommen!

Das in Peking zu Ende gegangene Gipfeltreffen zwischen der EU und China anlässlich der seit 50 Jahren bestehenden diplomatischen Beziehungen spiegelt die Komplexität der europäisch-chinesischen Beziehungen wider.

Nicht nur das wachsende Handelsdefizit von aktuell ca. € 300 Milliarden belastet die ökonomischen Beziehungen der beiden großen Player. Die aus innenpolitischen Gründen Chinas nur bedingt senkbare Überproduktion soll zwar reduziert werden, ist aber im Blick auf den chinesisch-amerikanischen Handelskrieg wohl nicht gravierend zu erwarten.

Die Abhängigkeit der EU von Seltenen Erden, Grundstoffen der Pharmaindustrie und Metallen zeigt die Brüchigkeit von Lieferketten der europäischen Industrie immer deutlicher auf. 

Umgekehrt will die chinesische Regierung die Einfuhrzölle der EU für chinesische Autos deutlich abgesenkt sehen (was auch Teile der europäischen Autoindustrie, die Fahrzeuge in China für die europäischen Märkte fertigen, wünschen). 

Parallel dazu ist die aktuelle Sanktionspolitik der EU gegenüber China aufgrund der chinesischen Unterstützung Russland bei dessen Angriffskrieg gegen die Ukraine (und Europa!) Gegenstand deutlicher Proteste Chinas.

Eines sollten die Konsultationen in Peking allerdings deutlich gezeigt haben: nur eine klare und vor allem gemeinschaftliche Haltung der EU wird in China akzeptiert! 

Der römische Merksatz: „Divide et impera! - Teile und herrsche!“ Könnte sonst für Europa zur bitteren Realität werden!"