Göttinger Europagespräch „Die Visegrád-Staaten in der EU – Schichten und Elemente der politischen Kultur Mitteleuropas - Mit Dr. Manfred Sapper am 25. Februar 2020

Die überparteiliche Europa-Union lädt zu einem Göttinger Europagespräch „Die Visegrád-Staaten in der EU – Schichten und Elemente der politischen Kultur Mitteleuropas“ mit Dr. Manfred Sapper am Dienstag, den 25. Februar 2020, 19 Uhr, in der historischen Halle des Alten Rathauses in Göttingen, Markt 9, ein. Dr. Manfred Sapper, Chefradakteur der renommierten Zeitschrift Osteuropa, hat bei Veranstaltungen des Göttinger Kreisverbandes bereits mehrfach mit sachkundigen Vorträgen und Diskussionsbeiträgen begeistert.

Manfred Sapper

Die überparteiliche Europa-Union lädt zu einem Göttinger Europagespräch „Die Visegrád-Staaten in der EU – Schichten und Elemente der politischen Kultur Mitteleuropas“ mit Dr. Manfred Sapper am Dienstag, den 25. Februar 2020, 19 Uhr, in der historischen Halle des Alten Rathauses in Göttingen, Markt 9, ein. Dr. Manfred Sapper, Chefradakteur der renommierten Zeitschrift Osteuropa, hat bei Veranstaltungen des Göttinger Kreisverbandes bereits mehrfach mit sachkundigen Vorträgen und Diskussionsbeiträgen begeistert.

In einem Interview mit der FAZ hat Dr. Sapper am 9. Januar 2020 zur politischen Situation in Ostmittel- und Osteuropa ausgeführt: „Die Gesellschaften dieser Region sind nicht homogen, sondern zutiefst gespalten. Und sie sind den westeuropäischen ähnlicher als vielfach behauptet. Einen nationalkonservativen, autoritären Zeitgeist gibt es nicht nur in Polen und Ungarn, sondern in vielen anderen europäischen Staaten. Tschechien unter dem Ministerpräsidenten Andrej Babiš erinnert stark an das einstige System Berlusconi in Italien.“ Sapper meint ferner: „Alle Gesellschaften Osteuropas haben sich 1989 zu Menschen- und Bürgerrechten, zu Demokratie und Rechtsstaatlichkeit bekannt. Daher muss man v.a. fragen, was die aktuellen Ursachen dafür sind, dass vor 30 Jahren historische Argumente dem Weg zu einer offenen, europäischen Gesellschaft ebnen sollten, der Verweis auf geschichtliche Erfahrungen heute dagegen – oft von denselben Politikern, man denke nur an Viktor Orbán – eingesetzt wird, um die offene Gesellschaft zu bekämpfen.“ Seine weiterführenden Aussagen erwarten nicht nur die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der bereits überbuchten Studienreise in die Visegrád-Staaten vom 11. bis 19. Oktober 2020 mit Spannung.

Der Referent studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Soziologie in Frankfurt/Main, Siena und Moskau; er wurde mit einer Arbeit über die Auswirkungen des Afghanistankriegs auf die Sowjetgesellschaft promoviert.

Ein Empfang im Bullerjahn schließt sich der Vortrags- und Diskussionsveranstaltung an.

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