Europa-Union Deutschland
Zurück zur Startseite!Nehmen Sie mit uns Kontakt auf!
  Landesverband Niedersachsen
 

Europa-Union
    Ziele
    Menschen
    Organisation
Information
    Aktuell
    Allgemein
    Verbandszeitung
    Archiv
Termine
Service
    Kontakt
    Infomaterial

Links
    Verbände
    Deutsche
    Europäische

 

 
Aktuell

Europäische Einigung voran bringen
Landesversammlung der Europa-Union Niedersachsen in Osnabrück

Wahlen zum Landesvorstand für die Amtszeit bis 2011 und europapolitische Beschlüsse für die aktuelle Arbeit standen auf dem Programm der Landesversammlung der Europa-Union in Niedersachsen am vergangenen Wochenende (24.10.2009) in Osnabrück. In seiner Begrüßung stellte der Landesvorsitzende Wolfgang Zapfe das Motto der Veranstaltung heraus: "Europa vermitteln!" So verband Landrat Manfred Hugo, Landkreis Osnabrück, seine Begrüßungsworte mit der Vergabe von Europa-Koffern mit Materialien zur europapolitischen Bildungsarbeit an sechs Schulen des Osnabrücker Landes.

Zum Leitthema der Veranstaltung stellte der Leiter der VHS Osnabrück, Dr. Carl-Heinrich
Bösling, europapolitische Veranstaltungsreihen aus den letzten Semestern vor. Über "Demokratieprobleme in der EU" referierte Prof. Dr. Roland Czada vom Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück. Mit beiden Beiträgen wurde die Diskussion über programmatische Anträge eröffnet, die von den Delegierten einmütig verabschiedet wurden. Darin verweist der Landesverband Niedersachsen nachdrücklich auf die ver-bandspolitischen Zielsetzungen der Europa-Union Deutschland und fordert, konsequent auf die schrittweise Entwicklung der EU zu einer Europäischen Föderation hinzuwirken und den historisch einzigartigen Weg der europäischen Einigung in Frieden, Freiheit, Demokratie, Solidarität und Rechtsstaatlichkeit unbeirrt zu verfolgen. In einem weiteren Antrag werden die Fraktionen im Niedersächsischen Landtag aufgefordert, unverzüglich eine politisch unabhängige Einrichtung für die europapolitische Bildung zu schaffen und sie sowohl für Lehrkräfte in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit als auch für Multiplikatoren in Verbänden und Interessensvertretungen nutzbar zu machen.

In den Wahlen wurde der Landesvorsitzende Wolfgang Zapfe aus Vechta im Amt bestätigt. Von den Stellvertretern wurden Reinhard Burdinski, Hameln, und Adolf Schröder, Oldenburg, ebenfalls einstimmig wieder- und Gerhard Thiel, Diepholz, neu gewählt. Zur Schatzmeisterin wählte die Landesversammlung Anke Fink-Heinemann, Oldenburg, die das Amt bereits zuvor kommissarisch übernommen hatte. Zu Beisitzern wurden Harm Adam, Göttingen, Dr. Hans Pragst, Gifhorn, Frank Rotert, Osnabrück, und Marcus Oberstedt, Osterholz-Scharmbeck, gewählt. Im Rechenschaftsbericht des Landesverbands hatte der Vorsitzende auf die vielfältigen Aktivitäten und die erfreuliche Entwicklung der Mitgliederzahlen hingewiesen.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Europafreundinnen und -freunde,

Demnächst stehen Europawahlen an. Demnächst? Ja, zumindest für die Vorbereitung.
Die Wahlbeteiligung bei europäischen und anderen Wahlen befindet sich im Sinkflug und nach dem Ausgang des Votums in Irland zum Lissabon-Vertrag droht wohl eine Verstärkung dieses Trends.
Die Europa-Union als neutrale politische Instanz ist gefordert alle gesellschaftlichen Gruppen zu einer überparteilichen Wahlbeteiligungs- und Informationskampagne auf verschiedenen Ebenen aufzufordern und sich einzubinden.
Für uns in Niedersachsen bedeutet durch Informationsveranstaltungen bis Juni 2009 und Bildung von Wahlkomitees o.a. im Rahmen unseren Möglichkeiten unseren Teil beizutragen.
Wir wollen auf der Kreissprechertagung am 25. Oktober abschließend darüber sprechen und vorher schon in einen regen Austausch eintreten; u.a.


- Ihre Erfahrungen bei der Gründung lokaler Netzwerke zur EU-Wahl
- Ideenbörse für Veranstaltungsformen und Aktionen im Vorfeld der Wahlen
- zugänglich machen von Informationen und Kooperationspartnern an Interessierte
- ???


Desweiteren wird über einen „Europagipfel", eine Auftaktveranstaltung zu den Aktionen zur EU-Wahl nachgedacht. Die Umsetzung hängt jedoch von der Beteiligungsbereitschaft gesellschaftlicher und poltischer Gruppen, Finanzierungs- und unseren Organisationsmöglichkeiten ab. Wir werden Sie darüber weiter informieren.
Unser Vorstandsmitglied Dr. Pragst hat -unterstützt von weiteren Mitgliedern des Landesverbande s- ein Papier entworfen, dass Ihnen und uns als Basis dienen kann und über dessen regelmäßige Ergänzung aus dem Kreise der Mitglieder wir uns freuen würden.
Für Rückmeldungen steht Ihnen der Landesvorstand ab sofort über die bekannten Wege gerne zur Verfügung.

Anregungen für die Kreisverbände zur Vorbereitung auf die Europa-Wahl 2009

Die augenblickliche Ratifizierungskrise des Europäischen Verfassungsvertrages und die seit 1979 ständig sinkende Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger, sich an den Wahlen zum europäischen Parlament zu beteiligen, sind eine ernste historische Herausforderung für alle politischen Akteure des Europäischen Integrationspro-zesses. Herausgefordert sind nicht nur die Regierungen - als bisher am deutlichsten erkennbare Akteure der Fortentwicklung des europäischen Gemeinschaftsrechtes - sondern vor allem auch die nationalen/regionalen Parlamente, die nationalen/ regionalen Parteien und die jeweiligen europäisch orientierten zivilgesellschaftlichen Organisationen, wie zum Beispiel Europa-Union Deutschland und EBD. Diese Herausforderung bedeutet vor allem, die nationale Debatte auf allen Ebenen staatlicher und nichtstaatlicher Präsenz zu „europäisieren", und sie bedeutet darüber hinaus auch, sich selbst der wirklichen europäischen Auseinandersetzung mit vergleichbaren Organisationen in den anderen Mitgliedstaaten der EU zu stellen.

1. Sammlung von Argumenten, die dafür sprechen dieses Mal zur Wahl zu gehen:
(auch unabhängig vom Referendum in Irland relevant)


1.1. Bekenntnis zu Europa
1.2. Bekenntnis zu Vertrag von Lissabon (U.a. Hinweis auf Bürgerbegehren, Klagerecht bei Verstoß gegen Subsidiaritätsprinzip)
1.3. Neue Führungsstruktur der EU nach Vertrag von Lissabon
1.4. Indirekter Einfluss auf das neue Amt des Präsidenten des Europäischen Rates
1.5. Direkter Einfluss auf Wahl des Kommissionspräsidenten (Rat muss Ergebnisse der Europawahl beachten, Europäisches Parlament muss bestätigen)
1.6. Einfluss auf Wahl des Hohen Kommissars, Außenpolitik
1.7. Einfluss auf Zusammensetzung der Kommission
1.8. Stärkung des Ansehens des Parlamentes, der demokratischen Kontrolle

2. Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit

2.1. Langfristig
2.1.1. Spätestens im September sollten Planungsgruppen („Wahlkomitees“)
unter dem Auftrag „Wählen gehen“ gebildet werden. Als Teilnehmer werden vorgeschlagen:
MdEP
MdB
MdL
Landkreis: Landrat, Kreiswahlleiter, Fraktionsvorsitzende, Parteivorsitzende (CDU, SPD, Grüne, FDP, WG.....
Stadt: Ober-) Bürgermeister, Wahlleiter, Fraktionsvorsitzende
Kreissportbund, Fußball-, Handball- und andere Sportvereine
Tierschutzverein
Gewerkschaften
Wirtschaftsverbände, Unternehmensverbände (Bauernverband, City-Gemeinschaft, BNW, Kreishandwerkerschaft, Wirtschaftsjunioren...))
KVHS, BNW, Stiftungen
Schulen: Europaschulen, BBS , Gy, Oskar-Kämmer-Schule)
Kreis-, Stadtjugendpflege
Kirchen, Paritätischer Wohlfahrtsverband
Clubs (Rotary, Lions, Freimaurer,..)
Presse Partnerschaftsverbände
Vertreter von Mitgliedern der EU : Griechenland, Italien, Belgien, Frankreich, Polen, Spanien,...

2.1.2. Kontakte zu den Medien (Print und lokales Radio
2.1.3. Regionale Zusammenarbeit, z.B. in der Regionalkonferenz Niedersachsen-Ost

2.2. Kurzfristig
2.2.1. Podiumsdiskussionen
2.2.2. Infostände
2.2.3. Kurzvorträge bei Veranstaltungen anderer Träger, z.B. VHS, Parteien, Partnerschaftsvereinen, DRK, Reichsbund, AWO
2.2.4. Plakataktionen z.B. mit Schulen / Europaschulen

3. Themenkatalog für Veranstaltungen:

3.1. Soziale Dimension (Sozialdumping, Umweltdumping,..)
3.2. Erweiterung
3.3. Austauschprogramme
3.4. Globalisierung
3.5. Rechtsstaatlichkeit
3.6. Verbraucherschutz
3.7. Politische Stabilität und Sicherheit
3.8. Wirtschaftliche Folgen
3.9. Auswirkungen auf Jagd, ältere Generation, Deutschland, Niedersachsen, Ernährung und Agrarbereich, Energiewirtschaft,...